Die Cholesterin-Frage

Erhöhte Werte des „bösen“ LDL-Cholesterins gelten als Risikofaktor für Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall. Werden sie während eines Check-ups entdeckt, bekommen Patienten fast automatisch Statin-Präparate verschrieben. Doch oft wäre das gar nicht nötig.

Nicht wenige halten Cholesterin grundsätzlich für gefährlich, dabei ist es lebenswichtig für unseren Körper. Die fettähnliche Substanz ist Bestandteil der Zellmembranen und sorgt für deren Stabilität und Flexibilität. Außerdem dient sie als Ausgangsstoff für die Bildung von Gallensäuren, Ste­roidhormonen und Vitamin D. „Aufgrund seiner relativ einfachen Struktur kann der Organismus aus Cholesterin quasi wie mit Legosteinen viele weitere wichtige Substanzen aufbauen“, erklärt Dr. Volker Schmiedel, der sich in seiner langjährigen Tätigkeit als Arzt und Buchautor intensiv mit dem berüchtigten Stoff auseinandergesetzt hat („Cholesterin – Endlich Klartext!“, Trias Verlag).

Die Frage, ob und wann erhöhte Cholesterinwerte gesenkt werden müssen, sprich, wann eine Statintherapie sinnvoll ist und wann nicht, kann aber auch er nicht pauschal beantworten – und das aus gleich mehreren Gründen: Nicht jeder hohe Cholesterinwert ist gefährlich (siehe Glossar rechte Seite), es muss immer auch das Gesamtbild des Patienten betrachtet werden. Zudem gilt zu unterscheiden, ob bei erhöhten Werten bereits Herzprobleme vorliegen oder nicht.

Wenn das Herz bereits geschädigt ist

„Alle Patienten mit koronaren Herzkrankheiten oder Schlaganfall profitieren ganz klar von Statinen“, betont Dr. Schmiedel. „Denn nach einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall muss unbedingt verhindert werden, dass es erneut zu solchen Ereignissen kommt.“ Bei dieser sogenannten sekundären Prävention spiele es aber keine Rolle, ob das Statin künstlich oder natürlich sei. „Ich habe ungefähr 15 Jahre lang das natürliche Statin Monacolin K bei Patienten eingesetzt und dabei festgestellt, dass 10 mg davon etwa so stark wirken wie 20 mg eines künstlichen Statins – und das bei deutlich weniger Nebenwirkungen“, so die Erfahrung des inzwischen pensionierten Mediziners.

Das spricht für den Naturstoff, denn die Liste der Nebenwirkungen nach der Einnahme klassischer Statine ist lang. Sie reicht von Magen-Darm-Beschwerden über Kopfschmerzen und Schwindel bis zu Muskelschmerzen oder allgemeiner Schwäche. Dr. Schmiedel sagt: „Von hundert Patienten, denen ich Monacolin K gegeben habe, hatten nur zwei Muskelschmerzen. Bei synthetischen Statinen leiden etwa zehn Prozent unter dieser unangenehmen Nebenwirkung.“

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Den kompletten, ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserem Magazin NATÜRLICH GESUND UND MUNTER 02/2026

 

Foto: Anusorn Nakdee / shutterstock.com

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