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Planetary Health Diet

Anfang des Jahres ging ein dramatischer Appell von Wissenschaftlern um die Welt: Um die bedrohliche Klimaerwärmung abzubremsen, müssten die Ernährungsgewohnheiten dringend geändert werden. Was ist aus diesen Empfehlungen geworden? – Eine Zwischenbilanz.

Time to Panic („Es ist Zeit, in Panik zu geraten“) – so war Anfang des Jahres ein Beitrag in der New York Times überschrieben. Der Planet erhitze sich in einem katastrophalen Tempo, so der Autor. Angst sei das Einzige, was uns noch retten könne. Dass es tatsächlich kurz vor zwölf ist, sieht auch eine wachsende Zahl von Wissenschaftlern unterschiedlichster Fachrichtungen so. Um das Ruder noch herumzureißen, reicht es deshalb bei weitem nicht, Strom aus regenerativen Energien zu nutzen, auf E-Mobilität umzusteigen, Häuser zu dämmen und Flüge zu reduzieren. Weil gut 30 Prozent der gesamten ausgestoßenen Treibhausgase auf das Konto der Nahrungsmittelproduktion gehen, muss sich auch auf unseren Tellern etwas ändern. Deshalb hat die EAT-Lancet-Kommission, eine Kooperation zwischen der Nichtregierungsorganisation EAT und The Lancet, einer der führenden medizinischen Fachzeitschriften, die „Planetary Health Diet“ entwickelt. Die 37 Wissenschaftler aus 16 Ländern schlagen einen Speiseplan vor, der nach ihrer Überzeugung sowohl die Menschen als auch die Ökosysteme retten kann.

Klimafreundlich zu essen ist auch gesünder
Doch was genau hat die EAT-Kommission empfohlen? Grob zusammen­gefasst: Milch und Fleisch sollten nur selten auf dem Speiseplan stehen, Fisch gemäß Nachhaltigkeitskriterien, Eier dürfen gelegentlich genossen werden. Aus dem Vollen schöpfen kann man bei Gemüse, Obst, Nüssen, und Vollkorngetreide. Reduziert werden sollten Lebensmittel, die um den halben Erdball transportiert werden müssen und/oder viel Wasser verbrauchen wie Reis, Kaffee, Avocados oder Tomaten aus Spanien. Außerdem wichtig: Strategien zur schonenden Vorratshaltung beziehungsweise gegen Vergeudung und Wegwerfmentalität. Für einige Nahrungsmittel hat die EAT-Lancet-Kommission sogar bis auf das Gramm genau festgehalten, wie eine nachhaltige Ernährung aussehen müsste (siehe Kasten unten auf dieser Seite). So weit die Theorie.  Lesen Sie den vollständigen Beitrag in Ausgabe 6/2019

 

Weitere Aspekte:

  • Wieviel Essen pro Tag ist nachhaltig?
  • Was die Fleischproduktion an Ressourcen kostet
  • Müssen wir jetzt alle Vegetarier werden?

 

Foto: Ryzhkov, cunico/beide AdobeStockcom

Tags: ausgabe619
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