Fisch essen mit gutem Gewissen

Die Überfischung der Meere gehört zu den drängendsten Umweltproblemen unserer Zeit. Zudem verunsichern Meldungen über schädliche Rückstände im Fisch die Verbraucher. Können wir Lachs, Sardine & Co. überhaupt noch essen? Und worauf gilt es beim Einkauf zu achten?

Butter bei die Fische! So sagt man in Norddeutschland, wenn Klartext geredet werden soll. Beim Fischkonsum ist das heutzutage gar nicht so einfach. Da steht manch einer an der Kühltheke und überlegt sich dreimal, ob er zugreifen soll – und wenn ja, zu welchem Produkt, aus welchem Gewässer, Wildfang oder Aquakultur, und mit welcher Zertifizierung? Verschärfend kommt der ökologische Aspekt hinzu: Viele Bestände stehen vor dem Aussterben, denn durch Überfischung, industrielle Fangmethoden, die Zerstörung von Lebensräumen und den Zusammenbruch wichtiger Ökosysteme schwindet auch in den Meeren die Artenvielfalt. Sollten wir deshalb auf den Verzehr von Fisch besser verzichten? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Ist Fischverzehr aus ökologischer Sicht noch vertretbar?

Mehr als 80 Prozent aller kommerziell genutzten Fischbestände sind derzeit stark überfischt, zum Beispiel Aal, Schwertfisch, Seewolf, mehrere Thunfischarten und Scholle. Eine bedeutende Rolle spielt dabei die Fischerei mit riesigen Grundschleppnetzen und hohem Beifang. Einige Arten erholen sich überhaupt nicht mehr und sind vom Aussterben bedroht, manche Bestände regenerieren sich nur langsam. Bewusster, nachhaltiger Fischkonsum ist deshalb wichtiger denn je.

>> Tipp: Ausführliche Infos mit differenzierten ökologischen Hintergrundangaben erhalten Sie zum Beispiel über den Fischratgeber des WWF (https://fischratgeber.wwf.de) Den detaillierten Leitfaden für den Fischeinkauf mit übersichtlichem Ampelsystem gibt es auch als App fürs Handy, die Informationen werden vom WWF ständig aktualisiert.

Was ist der Unterschied zwischen Wildfang und Zuchtfisch?

Wildfang bezeichnet Fische, die frei in Meeren, Seen oder Flüssen gefischt werden. Diese Tiere haben oft ein natürlicheres Fettsäure­profil als Zuchtfische, sie sind jedoch nicht selten mit Toxinen belastet. Zudem kann diese Fangmethode Überfischung und unbeabsichtigten Beifang – auch von Delfinen und Meeresschildkröten – erzeugen.
Annähernd jeder zweite weltweit verzehrte Fisch stammt heutzutage aus Aquakultur, also aus einer kontrollierten Zucht in Teichen, Gruben, wasserdurchströmten Becken, geschlossenen Kreislaufanlagen oder auch Netzgehegen im Meer. Klingt erstmal gut, jedoch bedeutet Aquakultur oft Massentierhaltung. Hier kommt es vor allem darauf an, wieviel Platz die Tiere haben und ob die Wasserqualität gut ist. Wie schnell das Wasser ausgetauscht wird, hängt von der Anzahl der Fische pro Kubikmeter Wasser ab: In konventionellen Aquakulturen sind es bis zu 25 Kilo Fisch, in Bio-Betrieben haben die Tiere doppelt so viel Platz. Unter anderem deshalb raten Umwelt- und Verbraucherschützer, bei Fisch aus Aquakultur auf Bio-Haltung zu achten.

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Den kompletten, ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserem Magazin NATÜRLICH GESUND UND MUNTER 03/2026

 

Foto: mel-nik / iStock.com

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