Die auch Gelbwurz genannte aromatische Knolle ist ein vielseitiges Gewürz mit langer Tradition und kulinarischem Charme – und zugleich eine wirkungsvolle Pflanzenarznei mit großem Potenzial. In ihrer Heimat Asien wird sie deshalb als „Zauberknolle“ und „Gewürz des Lebens“ verehrt.
Kurkuma
(Curcuma longa)
Kurkuma stammt aus Südasien und liebt ein warmes, feuchtes Klima. Heute wird er vor allem in Indien und weiteren tropischen Regionen Asiens angebaut. Die Pflanze wird etwa einen Meter hoch und bildet große, lanzettliche Blätter, zwischen denen zapfenartigen Blütenstände sitzen. Diese sind weißlich, grünlich oder zart violett gefärbt. Genutzt wird der unterirdische Wurzelstock, das sogenannte Rhizom. Es ähnelt äußerlich dem Ingwer, leuchtet im Inneren jedoch kräftig gelb bis orange. Nach der Ernte werden die Rhizome gekocht, getrocknet und anschließend zu Pulver vermahlen.
Manchmal genügt schon ein Geruch, um uns für einen Moment aus dem Alltag zu entführen. Bei Kurkuma ist es das warme, erdige, leicht pfeffrige Aroma, das sofort Bilder in uns wachruft: von Asien und seinen Gewürzmärkten, von dampfenden Currys und wohliger innerer Wärme. Die leuchtend gelbe Wurzel hat etwas Tröstliches. Sie färbt nicht nur Reis, Suppen und asiatische Gerichte sonnengelb, auch die Stimmung wird durch sie heller.
Kein Wunder, dass Kurkuma in den vergangenen Jahren weit über die asiatische Küche hinaus bekannt geworden ist, als Zutat in Goldener Milch, als Pulver im Smoothie, als Gewürz für Gemüsepfannen oder als traditionelles Hausmittel bei kleinen Alltagsbeschwerden. Inzwischen ist auch die medizinische Wissenschaft auf Kurkuma aufmerksam geworden. Zahlreiche Forschungsarbeiten untersuchen die positiven Effekte ihrer Inhaltsstoffe, vor allem des Curcumins, auf Entzündungsprozesse, oxidativen Stress und verschiedene Beschwerden.
Wurzel mit goldener Farbe
Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Verwendet wird der unterirdische Wurzelstock. Sein kräftiges Orangegelb ist vor allem dem Curcumin zu verdanken. Dieser Pflanzenstoff wird nicht nur als Bestandteil von Kurkuma geschätzt, sondern auch als Lebensmittelfarbstoff eingesetzt. In Zutatenlisten findet man ihn unter der Bezeichnung Curcumin oder E100. Er färbt Lebensmittel gelb bis orange und kann zum Beispiel in Senf, Margarine, Käsezubereitungen, Süßwaren, Desserts und Fertigprodukten enthalten sein. Als Küchengewürz bringt Kurkuma Farbe, Tiefe und eine mild-herbe Würze ins Essen. In traditionellen asiatischen Heilsystemen gilt die Wurzel als wärmend, verdauungsfördernd und ausgleichend. Nach üppigen Mahlzeiten soll sie die Verdauung unterstützen, bei Völlegefühl guttun und den Körper anregen.
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