Natur-Apotheke für gesundes Zahnfleisch

Ein strahlendes Lächeln beginnt nicht bei den Zähnen, sondern beim gesunden Zahnfleisch. Bleiben Zahnfleischentzündungen unbehandelt, können sie zur stillen Gefahr für den ganzen Körper werden. Achtsame Mundhygiene, die ausgewogene Versorgung mit Vitalstoffen und Spülungen mit natürlichen Pflanzenextrakten stärken das Zahnfleisch und helfen, Parodontitis wirksam vorzubeugen.

Parodontitis lindern mit Pflanzenkraft

Nach dem Zähneputzen etwas Blut auf der Zahncreme, kälte- oder hitzeempfindliche Zahnhälse sowie ein unangenehmer Geschmack im Mund – die ersten Anzeichen einer Zahnfleischentzündung (Gingivitis) sind unscheinbar und fehlen manchmal sogar ganz, etwa bei Rauchern. Dennoch ist eine Zahnfleischentzündung eine ernstzunehmende Erkrankung. Breitet sie sich aus, kann sich daraus eine Parodontitis entwickeln, also eine Entzündung des Zahnhalteapparats. In deren Verlauf geht das Zahnfleisch mehr und mehr zurück. Es entstehen tiefe Zahnfleischtaschen, die Zähne lockern sich und fallen schließlich aus. Und weil der Saum zwischen Zahn und Zahnfleisch eine sehr sensible Grenze zwischen dem Mundraum und dem Körper ist, können Bakterien und Bakterienbestandteile leicht ins Blut gelangen und den ganzen Organismus zu ständiger Entzündungsaktivität zwingen. Das kann schwere Erkrankungen zur Folge haben. Mit parodontalen Infektionen steigt das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sogar zu Alzheimerdemenz haben Studien eine deutliche Verbindung gefunden. Auch hier sind vor sich hin schwelende Entzündungsprozesse nachweislich wesentliche Treiber.

Zahnfleischentzündung und Parodontitis entwickeln sich hauptsächlich durch bakterielle Beläge, die sich als Plaque entlang des Zahnfleischsaums festsetzen. Basis der Zahnfleischgesundheit wie auch der Parodontitistherapie ist deshalb eine gute Mundhygiene. Ergänzend können pflanzliche Wirkstoffe die Mundflora unterstützen und Entzündungen beruhigen. Zudem verfügen viele ätherische Öle über durchblutungsfördernde Eigenschaften, die den natürlichen Regenerationsprozess des Zahnfleisches positiv beeinflussen. Eine zahnärztliche Behandlung ersetzen sie aber natürlich nicht: Parodontitis ist eine komplexe Erkrankung, die immer auch eine professionelle Reinigung der Taschen, gegebenenfalls weitere therapeutische Maßnahmen und eine präzise Diagnose erfordert.

Putzen, aber richtig ...

Basis der Zahnfleischpflege wie auch der Parodontitistherapie ist eine gute Mundhygiene. Zähneputzen befreit das Gebiss von Zahnbelag, einem klebrigen, farblosen und bakterienhaltigen Film, der sich besonders ausgeprägt am Zahnfleischrand bildet. Wird er von dort nicht regelmäßig entfernt, drohen Entzündung und Parodontitis.

  • Putzen Sie ihre Zähne nach jeder Mahlzeit drei Minuten lang mit Zahnbürste, Interdentalbürstchen und Zahnseide. Zahnbürsten werden alle zwei Monate gewechselt, Zahnzwischenraumbürstchen alle zwei Wochen.
  • Kauen Sie Zahnpflegekaugummi mit Xylit, wenn Zähneputzen nach einer Mahlzeit nicht möglich ist. Gehen Sie zweimal jährlich zur zahnärztlichen Kontrolle und lassen Sie regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen – bei manchen reicht es einmal jährlich, andere müssen alle drei Monate zur Zahnprophylaxe gehen.
  • Zusatztipps für einen zahngesunden Lebensstil: nicht zwischen den Mahlzeiten essen, nicht rauchen, Stress reduzieren, Bewegung an der frischen Luft, Saunabesuche, Kneippgüsse und ausreichend Schlaf.

Zahnfleischfreundliche Heilpflanzen

Zum Einsatz kommen „zahnfleischfreundliche“ Heilpflanzen vor allem in Form von äußeren Anwendungen wie beispielweise Mundspülungen. Diese wirken auch an Stellen, die weder mit Zahnbürsten noch mit Zahnseide gereinigt werden können. In Mundspüllösungen aus der Apotheke sind meist mehrere Heilpflanzenextrakte wirksam miteinander kombiniert (eine kleine Auswahl finden Sie in der Tabelle auf Seite 48). Wer es pur möchte, setzt auf Monopräparate oder spült den Mund mit Teeaufgüssen.

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Den kompletten, ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserem Magazin NATÜRLICH GESUND UND MUNTER 02/2026

 

Foto: Rasulovs / iStock.com

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