Shiatsu – damit die Energie wieder fließt

Sanfte Berührung, tiefgreifende Wirkung: Shiatsu versteht den Menschen als Einheit von Körper und Seele. Die japanische Behandlungskunst kann nicht nur Beschwerden wie Verspannungen und Rückenschmerzen lindern, sie wirkt auch unterstützend bei innerer Unruhe und emotionalem Stress.

Shiatsu – schon der Name führt gedanklich in die Ferne, in asiatische Welten. Tatsächlich sogar bis ans andere Ende der Welt, nämlich nach Japan. Von dort stammt diese Behandlungskunst, bei der nicht nur Verspannungen in den Muskeln, sondern ganze innere Blockaden gelöst werden. Dass dies tatsächlich funktioniert, erlebe ich während einer Behandlung bei Joachim Schrievers, einem anerkannten Shiatsu-Praktiker und Lehrer der Gesellschaft für Shiatsu Deutschland (GSD).

Bei einer Shiatsu-Behandlung werden bestimmte Punkte des Körpers mit sanftem Druck der Finger, der Daumen, Handballen oder Ellbogen, mit leichten Rotationen und schaukelnden Bewegungen bearbeitet, oft unter ganzem Körpereinsatz. So kann der Energiefluss des Menschen wieder in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht werden. „Ungleichgewichte und Störungen in diesem fließenden System können zu dauerhaften körperlichen und seelischen Beschwerden führen“, erläutert Joachim Schrievers, der die Technik bereits vor Jahrzehnten im Ursprungsland Japan gelernt hat. Fließt nach der Behandlung die Lebensenergie wieder frei und harmonisch, bessern sich auch die von der Disharmonie ausgelösten Beschwerden.

Meridiane und Schwingungsfelder

Die Lebensenergie, in der Traditionellen Chinesischen Medizin Qi genannt, fließt nach deren Vorstellung in Meridianen durch uns hindurch. Schrievers vergleicht diese energetischen Leitbahnen mit Flüssen, die mit allem, was zwischen ihnen liegt, verbunden sind: „Sie sind Teil eines Schwingungsfeldes, und wenn wir dieses Feld berühren, berühren wir einen Menschen viel umfänglicher, als würden wir uns nur den einzelnen Meridianen zuwenden.“ Im Shiatsu gehe es deshalb nicht nur um die Behandlung der Meridiane: „Die energetischen Berührungen gehen vielmehr Schritt für Schritt in die Tiefe und breiten sich dann im ganzen Körperfeld aus.“ Das gelingt aber nur, wenn sich der Klient auch berühren lassen möchte, wenn er die Berührungen zulässt und loslassen kann. Dazu gehört nicht nur eine große Portion Vertrauen in den eigenen Körper und in die behandelnde Person, sondern auch die Fähigkeit, sich auf eine Reise ins Innere zu begeben, sowie eine gewisse Bereitschaft, wahrzunehmen, welche Veränderungen im eigenen Körper im Laufe der
Behandlung spürbar werden.

Eine Frage des Vertrauens

„Berührbar“ und neugierig darauf, was wohl passieren wird, bin ich tatsächlich, als ich im winterlichen Morgenlicht aus eisiger Kälte in das einladend warme Dorfhaus von Joachim Schrievers in Bissingen an der Teck eintrete. Hier, am Fuß der Schwäbischen Alb, empfängt er mich in einem gemütlichen Behandlungszimmer. Ich darf mich mit meinen bequemen Klamotten und dicken Socken auf eine große Futonmatte legen und werde sogar noch ein bisschen zugedeckt. Denn aus dem kühlen Morgen draußen habe ich eiskalte Hände und Füße mitgebracht, und mich fröstelt leicht.

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Den kompletten, ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserem Magazin NATÜRLICH GESUND UND MUNTER 02/2026

 

Foto: Microgen / shutterstock.com

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