Unsere Leber ist ein echtes Kraftwerk – und wird oft unterschätzt. Dabei entscheidet sie maßgeblich darüber, wie es um unser Wohlbefinden bestellt ist. Wenn sie aber überfordert ist, fehlt uns die Lebensenergie, wir fühlen uns müde und blockiert. Eine sanft-natürliche Leberkur wirkt dann wie ein Neustart: Sie bringt den Stoffwechsel wieder in Fluss und schenkt dem Körper neue Leichtigkeit. Wer dauerhaft liebevoller mit seiner Leber umgeht, wird nachhaltig belohnt – mit mehr Klarheit und mehr Energie. Ein positiver Nebeneffekt: Die gezielte Leberpflege hilft sogar, überflüssige Pfunde loszuwerden.
Schon wieder zeigt die Waage mehr Gewicht an. Und das, obwohl man extra weniger gegessen, sich den Kuchen am Nachmittag und die Pizza am Abend verkniffen hat! Ab der Lebensmitte ist diese Erfahrung nicht ungewöhnlich: Während früher die Kilos schnell purzelten, sobald man gesünder oder weniger aß, wird das Abnehmen nun deutlich schwieriger.
Jedes Jahr ein Kilo mehr? Es liegt an der Leber ...
Bereits ab dem 30. Lebensjahr verlieren wir jährlich bis zu einem Prozent Muskelmasse, während der Körper gleichzeitig mit zunehmendem Alter weniger von dem fettabbauenden Wachstumshormon Somatropin produziert. Damit verändert sich kontinuierlich das Verhältnis von Fett- und Muskelmasse. Ein Teufelskreis entsteht: Je mehr Fett wir einlagern, desto weniger Energie verbrauchen wir, denn Fettzellen verbrennen deutlich weniger Kalorien als Muskeln. Spätestens in unseren Vierzigern verstärkt sich dieser Prozess. Selbst wer seine Essgewohnheiten nicht ändert und sich genauso viel bewegt wie zuvor, kann deshalb nun pro Jahr etwa ein Kilo zunehmen, in zehn Jahren möglicherweise locker bis zu zehn Kilo!
Die schleichende Gewichtszunahme betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Doch weil bei Frauen ab den Wechseljahren der Östrogenspiegel kontinuierlich sinkt, verlieren sie zusätzlich Muskelkraft. Östradiol, die wichtigste und wirksamste Form des Östrogens, unterstützt nämlich direkt die Proteinsynthese und damit den Muskelaufbau. Produzieren die Eierstöcke im Zuge der Wechseljahre immer weniger davon, bauen sich Muskeln schneller ab, während gleichzeitig die Fettmasse zunimmt. Und weil mit dem Absinken des Östrogenspiegels das männliche Hormon Testosteron stärker wirkt, verändert sich bei vielen Frauen auch die weibliche Silhouette. Die Taille verschwindet, der Bauch wächst, und der Körper wandelt sich von einer Birnen- zu einer Apfelform.
Selbst wer es trotz dieser hormonellen Veränderungen schafft, ein paar Pfunde loszuwerden, erlebt danach oft eine Enttäuschung. Denn der Gewichtsverlust ist selten von Dauer. Sobald die Betreffenden wieder „normal“ essen, kommt es zum Jo-Jo-Effekt – die Waage zeigt am Ende mehr an als vor der Diät.
Dass Diäten selten funktionieren, liegt vor allem an der Leber. Sie ist unsere Stoffwechselzentrale und das wichtigste Organ für den gesamten Energie-, Hormon- und Nährstoffstoffwechsel. Die Leber will unser Überleben auch in Mangelzeiten unbedingt sichern und speichert deshalb nach einer Diät – sozusagen vorbeugend – vermehrt Fett.
Zunächst deponiert sie es im Bindegewebe, dann bunkert sie es im Gewebe zwischen den Organen. Schließlich lagert sie es in ihren eigenen Zellen ein: der Ursprung der Nicht-alkoholischen Fettleber (NAFL). Experten schätzen, dass etwa jeder vierte Deutsche über 40 daran leidet, bei den über 70-Jährigen jeder Dritte. Als Hauptursachen dieser Art von Fettleber gelten die Faktoren des metabolischen Syndroms: Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht.
Erst kürzlich haben Fachgesellschaften der NAFL einen neuen Namen gegeben. Sie wird nun offiziell MASDL genannt, nach der englischen Bezeichnung Metabolic dysfunction-associated steatotic liver disease (deutsch: metabolisch assoziierte Fettlebererkrankung). Die frühere Bezeichnung Nicht-alkoholische Fettleber sei „trotz der Verneinung stigmatisierend gewesen und habe weder das Problem noch die Ursachen klar benannt“, erklärt Professor Frank Tacke, Leberexperte an der Charité Universitätsmedizin Berlin.
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Illustration: kotoffei, cienpies / beide iStock.com
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