Gereizte Augen ganzheitlich behandeln

Tränende, schmerzende, juckende, gerötete oder müde Augen ... Solche Beschwerden sind meist eine Reaktion auf ­Allergene – oder auf einen Lebensstil, der den Augen nicht guttut. Die Heilpraktikerin Tanja Schmitz ist auf Augenheilkunde spezialisiert und kennt die
Folgen von Pollenflug und Computerarbeit. Sie behandelt gereizte ­Augen nicht nur von außen, sondern auch von innen. Ausgewählte Übungen runden ihr ganzheitliches Konzept ab.

Fallbeispiel 1: Allergie gegen Gräser und Pollen

Ein 44-jähriger Elektriker suchte Rat in meiner Tagesklinik. Seine Augen waren gerötet und fast komplett zugeschwollen. Er könne fast nichts mehr sehen, sagt er, zudem juckten und tränten die Augen extrem. Schon seit Jahren habe er während der Pollensaison nicht nur Heuschnupfen, sondern auch Augenprobleme. So schlimm wie in diesem Jahr sei es aber selten. Er sei kaum noch fähig zu arbeiten. Schon auf der Fahrt zu den Kunden begännen die Beschwerden, und auf den Baustellen sei gerade die Augenproblematik extrem störend.

Mein Verdacht: 70 bis 90 Prozent der Heuschnupfenpatienten haben nicht nur eine laufende Nase, sondern auch mehr oder weniger schwere Augensymptome, da die allergieauslösenden Pollen direkt mit der Augenoberfläche in Kontakt kommen. So war es auch bei diesem Patienten. Er hatte eine allergische Konjunktivitis, also eine Entzündung der Bindehaut des Auges. Das ist die dünne Schleimhaut, die den vorderen Teil des Auges und die Innenseite der Augenlider bedeckt.
 
Mein Behandlungsansatz: Bei dem Elektriker war die Augensymptomatik besonders ausgeprägt. Ich behandelte ihn deshalb zweigleisig: Einerseits galt es, die akuten Beschwerden durch äußere Anwendungen zu lindern. Gleichzeitig unterstützte ich sein Immunsystem von innen heraus, um es so zu stärken, dass es bei Pollenkontakt weniger Histamin ausschüttet, denn der Botenstoff Histamin ist Hauptauslöser der unangenehmen Heuschnupfensymptome.

Als Akutmittel zur Linderung seiner Beschwerden verordnete ich meinem Patienten Euphrasia Augentropfen (von Wala). Davon sollte er sich dreimal täglich je einen Tropfen in den Bindehautsack träufeln. Die Heilpflanze Augentrost (Euphrasia officinalis) beruhigt das Auge bei Reizungen und Rötungen und strukturiert den Flüssigkeitshaushalt im Augenbereich, sodass die Schwellungen der Lider zurückgehen. Eine Alternative bei allergisch-entzündlichen Bindehautentzündungen, die auch mal stündlich getropft werden kann, sind die Echinacea Quarz comp Augentropfen (ebenfalls von Wala). Hier stärkt Sonnenhut die Abwehrkräfte des Auges, während Tollkirsche in potenzierter Form die Schmerzen lindert. Die anthro­posophischen Augentropfen gibt es in hygienischen Einzeldosen in der Apotheke – sie können also ganz einfach überall hin mitgenommen werden. Bei zugeschwollenen Augen tun auch kalte Kompressen ausgesprochen gut, entweder mit reinem, kühlem Wasser oder mit dünnem, abgekühltem Ringelblütentee. Damit befeuchtete Kosmetikpads werden für fünf bis zehn Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt.

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Den kompletten, ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserem Magazin natürlich gesund und munter 04/2026

Foto: Tanja Schmitz: privat

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