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Glatte und gesunde Haut

Für ein strahlendes Aussehen setzt die Naturheilkunde gezielt Pflanzenkraft zur äußeren Pflege ein. Die Anregung des Stoffwechsels hilft von innen.

Kalte, feuchtigkeitsarme Luft im Freien, trockene Heizungsluft in den Häusern: Diese Kombination ist Gift für die Haut. Sie verliert Feuchtigkeit, wird trocken und beginnt zu jucken. An den Schienbeinen, Ellbogen und Unterarmen ist es meist am schlimmsten. Hier gibt es nur wenige fettproduzierende Talgdrüsen, dadurch macht sich die eigentliche Ursache der Beschwerden – eine Aufbauschwäche im Stoffwechsel der Haut – besonders bemerkbar. „Die schützende Fettschicht wird von den Oberhautzellen größtenteils selbst gebildet“, erklärt Prof. Christoph M. Schempp, Oberarzt an der Hautklinik Freiburg. „Arbeiten diese nicht richtig, macht sich das schnell bemerkbar.“ Die Veranlagung dazu kann genetisch bedingt sein, ist aber auch eine Frage des Alters. „Die Haut wird mit den Jahren dünner. Ihr Stoffwechsel lässt nach, zudem zirkuliert bei Frauen nach den Wechseljahren weniger Östrogen im Körper“, weiß der Hautarzt. „Und dieses Hormon hat wasserbindende Eigenschaften.“

Bei Menschen mit Neurodermitis ist zudem die Hautbarriere gestört. Ihre Haut ist zwischen den akuten Schüben so rau wie ein Reibeisen und übersät von unzähligen lockeren Hautschüppchen. „Fetthaltige Cremes führen der Haut Lipide zu, die Anregung des aufbauenden Stoffwechsels unterstützt die Körperhülle von innen heraus“, so fasst Prof. Schempp seinen Behandlungsansatz zusammen. (…)

Schutz für eine neue Zartheit
Stellen Sie Ihre Basispflege in den kühleren Monaten auf gehaltvollere Cremes um. Naturkosmetische und bestimmte medizinische Produkte punkten mit hochwertigen Fetten und ausgewählten pflanzlichen Inhaltsstoffen. Diese Pflanzen haben sich bei trockener Haut ganz besonders bewährt:

  • Die Mittagsblume ist eine Spezialistin in Sachen Flüssigkeitsversorgung. Ihr Geheimnis: Die Pflanze bindet Salz und wandelt es in Feuchthaltefaktoren um, die jenen Substanzen ähneln, die in der menschlichen Haut zum Schutz gegen Trockenheit gebildet werden.
  • Die weiße Rinde der Birke enthält reichlich Betulin. Dieser Stoff hilft der menschlichen Haut, ihre Schutzbarriere wieder aufzubauen. Er ist ein natürlicher Emulgator, der es ermöglicht, mit fettem Öl auch Wasser in die Haut zu transportieren.
  • Bitterstoffe aus gelbem Enzian docken an speziellen Rezeptoren in der Haut an. Das regt die Bildung von Lipiden und Schutzproteinen an. Der Stoffwechsel der Haut wird stimuliert,  die Hautbarriere verbessert sich, und die Haut regeneriert.
  • Johanniskraut erhöht die Widerstandsfähigkeit der Haut und hält Entzündungen in Schach. Der Hauptwirkstoff Hyperforin stärkt ihre Barrierefunktion, verbessert den Feuchtigkeitsgehalt und lindert Juckreiz.
  • Sheabutter enthält neben reichlich Fettsäuren wundheilungsförderndes und zellgenerierendes Allantoin: Haut­irritationen werden gelindert.
  • „Probieren Sie aus, welche Creme am besten zu Ihrer Haut passt“, empfiehlt Prof. Schempp. „Nicht jedem Menschen hilft alles gleich gut.“


Starke Leber – gute Haut
Die zweite Säule der ganzheitlichen Herangehensweise beruht auf der Unterstützung des aufbauenden Stoffwechsels. Prof. Schempp: „In der An­throposophischen Medizin setzt man dabei auf die Anregung der Lebertätigkeit, zum Beispiel mit Hepatodoron von Weleda.“ Das Mittel unterstützt die Stoffwechselvorgänge in der Leber, indem es die verschiedenen Auf- und Abbauprozesse harmonisiert.

„Achten Sie zudem auf eine ausgewogene Ernährung mit genügend Eiweißen, vielen Bitterstoffen und ausreichend Selen, Vitamin B12 und Folsäure“, rät Prof. Schempp weiter. Bitterstoffe bekommen Sie mit Artischocken, Chicorée und Radicchiosalat, Vitamin B12 ist reichlich in Algen vorhanden. Erdnüsse und grünes Gemüse sind gute Folsäurelieferanten, Steinpilze und Paranüsse enthalten das Spuren­element Selen.

Pflegende Cremes für empfindliche und trockene Haut
Ruhige Haut Körper Balsam (Velan Skincare)
Beruhigende Pflege für empfindliche Haut mit Bio-Enzian, Süßholz, Granatapfelsamenöl und Sheabutter.

Pflege Lotion Mittags­blume (Dr. Hauschka med)
Basispflege zur täglichen Pflege sehr trockener Haut mit feuchtigkeitsspendender Mittagsblume.

Meditao Teebaumcreme forte (Taoasis)
Pflegecreme mit Bio Sheabutter und 100 % naturreinen Bioölen von Teebaum und Manuka.

Imlan Lotion Plus (Birken AG)
Birkenbetulin schützt barrieregeschädigte, sehr trockene Haut. Urea und Öle spenden Feuchtigkeit.

Bedan Creme (Klosterfrau)
Sehr fette medizinische Hautpflege mit hochkonzen­triertem Hyperforin aus Johanniskraut.

Sensitive Creme (Softmed Kosmetics)
Gesichtscreme mit Johanniskrautöl, den wertvollen ­Pflanzenölen Jojoba und Squalan sowie Vitamin E.

Regulat Skin Energy Mousse (Dr. Niedermeier)
Feuchtigkeitsschaum mit kaskadenfermentiertem ­Pflanzenregulat und hoch dosierter Hyaluronsäure.

Diesen Beitrag finden Sie in Ausgabe 6/2017.

Foto: praetorianphoto/iStock.com

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