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Wie viel Schlaf brauchen Kinder?

Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen sind in den ersten Lebensjahren bei den meisten Kindern ganz normal. Sie treten in bestimmten Lebensphasen auf und verschwinden wieder von alleine.

>> Neugeborene haben noch keinen Tag-/Nacht-Rhythmus, sie erwachen, wenn nach zwei bis vier  Stunden die letzte Mahlzeit verdaut ist. Typische Müdigkeitszeichen sind Quengeln, Stirnrunzeln, Gähnen, starrer Blick und Daumenlutschen. Dann muss das Baby schlafen gelegt werden, sonst dauert es einen Schlafzyklus lang (etwa 50 Minuten), bis es wieder einschlafen kann.

>> Säuglinge müssen erst noch lernen, sich selbst zu beruhigen. Sie brauchen dafür den Rückhalt und die Anwesenheit ihrer Eltern, die sich aber im rechten Moment zurückhalten müssen. Nehmen die besorgten Eltern ihr Baby gleich auf den Arm, sobald es nachts unruhig ist, wird es erst richtig wach. Am besten lernen die Kinder durchzuschlafen, wenn Eltern dem Baby in der halbwachen Phase kurz die Hand reichen, um ihm Vertrauen und Sicherheit zu geben.

>> Mit fünf bis sechs Monaten pendelt sich die Nacht als Hauptschlafenszeit ein, ergänzt durch Mittagsschlaf und ein, zwei Nickerchen. Allmählich gelingt es den Babys, nach dem Zubettbringen allein einzuschlafen. Viele beginnen dann durchzuschlafen, also acht Stunden ohne elterliche Zuwendung beziehungsweise ohne Trinken auszukommen.  

>> Auch die Hälfte aller Kleinkinder wird nachts wiederholt wach, aber es gibt zunehmend längere Phasen, in denen sie durchschlafen. Bei Zweijährigen sind Schlafphänomene wie Nachtschreck-Episoden normal – plötzliches, angsterfülltes Erwachen, das mit Wimmern oder einem durchdringenden Schrei beginnt, am nächsten Tag aber vergessen ist.  Viele drei- oder vierjährige Kinder haben Albträume oder Schlafwandeln. Die Entdeckung der eigenen Persönlichkeit führt zu Angst vor dem Alleinsein und damit zu Einschlafproblemen.

>> Im Grundschulalter werden Nachtschreck- und Schlafwandel-Episoden weniger, dafür können sich Albträume mehren. Die meisten Kinder dieses Alters finden aber abends problemlos und schnell in den Schlaf, schlafen gut durch und wachen erholt auf. Ist ein Kind trotzdem morgens ständig müde, kann das daran liegen, dass seine Atemwege nicht frei sind. Vergrößerte Polypen beispielsweise können dazu führen, dass ein Kind schnarcht und sogar Atemaussetzer hat.

 

Photo by Tracey Hocking on Unsplash

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