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Äpfel: Heilmittel und Vitaminspender

Michaela Mayländer; andrebaril/iStock.com; Natalia Klenova/shutterstock.com

Auszug aus Heft 6/20

Sie stecken voller lebenswichtiger Inhaltsstoffe und sind das Lieblingsobst der Deutschen. Als Frucht der Götter werden ihnen aber auch verführerische Kräfte nachgesagt. Was macht den Apfel so besonders? 

Es gibt wohl kaum eine andere Frucht, um die sich so viele Geschichten und Mythen ranken: Der Apfel ist ebenso ein Symbol für Liebe und Verführung wie für Sünde und Zank, Macht und Unsterblichkeit. In der griechischen wie in der germanischen Mythologie verliehen Äpfel den Göttern ewige Jugend. Paris kürte mit einem goldenen Apfel die Liebesgöttin Aphrodite zur schönsten Unsterblichen und löste damit indirekt den Trojanischen Krieg aus. Das Alte Testament erzählt, wie Adam und Eva aus dem Paradies vertrieben wurden, nachdem Adam eine Frucht vom verbotenen Baum der Erkenntnis gegessen hatte. Dass es sich dabei um einen Apfel gehandelt haben soll, geht allerdings auf einen Übersetzungsfehler des Wortes malum in der lateinischen Bibel zurück, das sowohl als „böse“ wie auch als „Apfel“ gelesen werden kann. Die Kelten nannten ihr Paradies Avalon – Apfelland. Der Apfel war ihr Symbol für Tod und Wiedergeburt.

Es gibt einen guten Grund für die Vielzahl der Geschichten rund um diese „Frucht der Götter“: Der Apfel war bereits bei den alten Griechen und Römern ein wichtiger Teil der täglichen Ernährung und wurde schon früh als Heilpflanze geschätzt. Die Mediziner der Antike setzten ihn bei Verdauungsproblemen und Übelkeit ein, Hildegard von Bingen, die Heilkundige des Mittelalters, vertraute auf die zusammenziehende Eigenschaft der Blätter, Blüten und Triebe.

Der Siegeszug von Asien nach Europa
Die Karriere des Apfels begann vor rund 10 000 Jahren im heutigen Kasachstan. Dort gedieh der Asiatische Wildapfel (Malus sieversii), eine saure und holzige Frucht mit vielen Kernen. Über die Seidenstraße gelangte das Obst in den Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike zu der süßen Frucht kultiviert, die wir bis heute kennen und lieben. Es folgte ein Siegeszug, mit dem der Apfel die ganze Welt eroberte.

Durch Züchtung, Selektierung und Veredelung entstanden und entstehen ständig neue Sorten. Weltweit gibt es inzwischen geschätzt 30 000 Sorten des Kulturapfels (Malus domestica), von denen in deutschen Gärten und auf Streuobstwiesen immerhin 1600 bis 2000 Varianten gedeihen.

Die Auswahl in den Obstabteilungen der Supermärkte beschränkt sich allerdings meist auf einige wenige hochgezüchtete Sorten. Auch das hat seinen Grund:  Alte Sorten sind meist druckempfindlicher als die modernen Zuchtäpfel und weniger lagerfähig. Sie werden deshalb oft direkt nach der Ernte zu Apfelsaft, Most oder Apfelmus verarbeitet und meist nur in der Apfelsaison ab August und bis in den Winter hinein auf Wochen- und Bauernmärkten verkauft. Das ist auch aus ökologischer Sicht sinnvoll: Äpfel aus regionalem Anbau, die im Frühjahr und Sommer über die Ladentheke gehen, haben mitunter eine monatelange Lagerung in speziellen Kühlhäusern hinter sich, die reichlich klimaschädliche Emissionen verursacht. Den vollständigen Beitrag finden Sie in Ausgabe 6/2020

 

Weitere Aspekte in diesem Beitrag:

  • Problemfall Fruktose
  • Blüten, Apfelkerne und Trester
  • Leckeres aus Äpfeln
  • Hausmittel die sich bewährt haben


 


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