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Immunabwehr fängt auf dem Teller an

PhotoCuisineStudio/StockFood.com

Auszug aus dem Spezial Corona

Um gesund zu bleiben, braucht der Körper bestimmte Vitamine, Spurenelemente, ­Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und gesunde Fettsäuren. Erfahren Sie, wie der Bedarf an Vitalstoffen mit der Ernährung und gezielt eingesetzten Präparaten aus der Apotheke gedeckt werden kann.

Schon der berühmteste Arzt des Altertums, Hippokrates von Kos (um 460 bis 370 v. Chr.) wusste, wie wichtig gutes Essen für eine stabile Gesundheit ist. Von ihm ist der häufig zitierte Satz überliefert: „Eure Nahrungsmittel sollen eure Heilmittel sein und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein.“ Heute ist bekannt, dass das körpereigene Abwehrsystem reichlich Vitamine, Antioxidantien, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe und gesunde Fette braucht, um sich effektiv vor den Angriffen von Viren, Bakterien, Pilzen, Parasiten, Gift- und Schadstoffen zu schützen, denen es pausenlos ausgesetzt ist. Zu wissen, in welchen Lebensmitteln die besten Helfer fürs Immunsystem stecken, und diese möglichst oft auf den Speiseplan zu setzen, lohnt sich also. Auch für die Stärkung des Immunsystems durch die ratio-
nale Nährstofftherapie, also die gezielte Einnahme von Nährstoffen fürs Immunsystem, ist die Datenlage überwältigend.

Fotos: Oleksandra Naumenko/shutterstock.com; Lars Ranek, Christel Rosenfeld/beide StockFood.com


Vitamine, Spurenelemente und gesunde Fettsäuren

Schon am 4. Februar 2020 – wenige Wochen nach den ersten Corona-Erkrankungen in Wuhan – veröffentlichten chinesische Wissenschaftler im Journal of Medical Virology eine Übersichtsarbeit, in der sie anhand vorhandener wissenschaftlicher Erkenntnisse vorschlugen, welche Nährstoffe bei der aktuellen Pandemie (die damals noch gar keine war) helfen könnten. Es waren die Vitamine A, C und D, die Spurenelemente Zink und Selen sowie die Fettsäure Omega-3.

Vitamin A – das Vitamin für Haut und Schleimhaut
Vitamin A beziehungsweise sein Abkömmling, die Retinolsäure, ist das erste überhaupt entdeckte Vitamin. Jeder weiß, dass es für das Sehen, besonders das Dämmerungssehen, wichtig ist. Kaum jemandem ist aber bewusst, dass Vitamin A auch für die richtige Funktion von Haut und Schleimhäuten unverzichtbar ist – also für die erste Abwehrbarriere gegen eindringende Erreger. Erst wenn diese Grenzschicht überwunden ist, werden das unspezifische und das spezifische Immunsystem (siehe Kasten Seite 19 bei Abwehrkräften) mit seinen zellulären Bestandteilen und Antikörpern aktiv. Auch dort spielt Vitamin A eine nicht zu vernachlässigende Rolle: Eine Unterversorgung mit Vitamin A führt dazu, dass das für das Immunsystem so wichtige Vitamin D seine Aufgabe nicht richtig erfüllen kann.

Vitamin A ist in allen tierischen Lebensmitteln vorhanden, in Milch beispielsweise, oder auch in Butter, Käse, Fleisch und vor allem in Rinder- und Hühnerleber. Mischköstler sind also in der Regel gut mit diesem Vitamin versorgt. Ganz anders sieht es bei Vegetariern und Veganern aus. „Sie gehen auf Nummer sicher, wenn sie täglich 3000 IE Vitamin A einnehmen“, erklärt der Internist Dr. Volker Schmiedel, der sich auf Orthomolekulare Medizin spezialisiert hat. Vitamin A kommt in Pflanzen nämlich nur in seiner Vorstufe Betacarotin vor. Dieses findet sich vor allem in gelben, orangefarbenen und roten Obst- und Gemüsesorten sowie in tiefgrünem Spinat und Grünkohl. Daraus stellt der Körper das Barrierevitamin selbst her. Allerdings haben bis zu zehn Prozent aller Menschen eine Genmutation, die die Umwandlungsrate verschlechtert. Gut zu wissen: Vitamin A und Betacarotin sind fettlöslich. Sie werden vom Körper leichter aufgenommen, wenn sie zusammen mit etwas Fett verzehrt werden. Reichern Sie deshalb ­einen Möhrensalat immer mit einem kleinen Schuss Öl an oder essen Sie ihn zu einem Butterbrot. Gut ist auch hin und wieder ein Glas Gemüsesaft. Beim Entsaften wird durch die Zerstörung der Zellen mehr Betacarotin freigesetzt, das durch die Zugabe von einigen Tropfen Öl noch besser vom Körper aufgenommen werden kann. Den vollständigen Beitrag finden Sie in unserem Spezial Corona

Weitere Aspekte in diesem Beitrag:

  • Vitamin C – das Erkältungsvitamin
  • Zink – das Immunmineral
  • Selen – das Anti-Entzündungsmineral
  • Omega-3 – die Immunfettsäure
  • Sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe
  • Sekundäre Pflanzenstoffe – 100 000 kleine Helferlein
  • Ballaststoffe – wichtig für den Darm
  • Bitterstoffe regen die Immunantwort an
  • Vitamin D – das Multi-Vitamin

 

 


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