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Rücken-Stärkung

Stabile Muskulatur, bewegliche Wirbelsäule – wer wünscht sich das nicht? Dabei ist es gar nicht so schwer, den Rücken gesund zu halten. Experten verraten Tricks für das Training im Alltag.

Die gute Nachricht vorweg: Der Mensch und speziell seine Wirbelsäule ist für Bewegung gemacht. Das ist der Schlüssel zur Rückengesundheit: Wenn Sie Ihren Rücken stärken und Beschwerden vorbeugen möchten, suchen Sie sich eine körperliche Aktivität, die zu Ihnen passt – denn egal, ob Sie laufen oder tanzen, ob Sie Volleyball spielen oder Badminton, immer tun Sie etwas für Ihren Rücken: Die Muskulatur, die zur Stabilisierung der Wirbelsäule da ist, wird automatisch mittrainiert, und auch die Wirbelsäule selbst bekommt Bewegungsimpulse, die für ihr Funktionieren notwendig sind.

Wird nämlich die Wirbelsäule im gleichmäßigen Wechsel be- und entlastet, wirkt das wie eine Pumpbewegung: Die Bandscheiben, die „Stoßdämpfer“ zwischen den Wirbeln, saugen sich mit Flüssigkeit voll und werden zugleich mit Nährstoffen versorgt. Das hält sie elastisch und fit. Beides – die Funktion der Bandscheiben zu erhalten und dem Muskel­abbau entgegen zu wirken – wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger, aber tatsächlich sind gerade gezielte Übungen zur Rückenprävention etwas für fast jedes Lebensalter.

Rückenschmerzen sind demnach kein Schicksal. Trotzdem macht heutzutage fast jeder im Laufe seines Lebens einmal Bekanntschaft mit ihnen. Zum Glück steckt nur selten ein Bandscheibenvorfall oder eine andere ernste Erkrankung dahinter, wenn’s im Nacken knirscht, in den Schultern brennt oder im unteren Rücken ziept. Lediglich bei 10 Prozent der Patienten sind die
Rückenbeschwerden strukturbedingt, weiß der Sportwissenschaftler Martin Eberhardt. Er hat das Düsseldorfer Rückenzentrum Primus gegründet, eines von 250 Forschungs- und Präventionszentren für Musku­latur (FPZ) bundesweit. Eberhardts Aussage wird bestätigt vom Ergebnis einer Umfrage in orthopädischen Praxen, der zufolge rund 90 Prozent der Rückenschmerzen ihre Ursache in einer schlecht ausgebildeten Muskulatur haben. Wir sitzen halt zu viel und bewegen uns zu wenig. Aber das muss ja nicht immer so bleiben.

Freude an der Bewegung
Sie fragen sich, welche Form der körperlichen Aktivität die passende für Sie sein könnte? Ganz grundsätzlich gilt: diejenige, bei der Sie dranbleiben. Alle Sportarten, die Spaß machen, sind zu empfehlen, denn nur dann wird der Sport tatsächlich zu einer dauerhaften Betätigung. Die Wahl der richtigen Sportart hängt allerdings auch von Ihrer Vorgeschichte ab: Wenn Sie bereits Rückenprobleme hatten, eignen sich Nordic Walking, Skilanglauf, Rückenschwimmen und Kraulen besonders gut. Brustschwimmen hingegen vermeiden Sie besser, denn dabei wird die Lendenwirbelsäule leicht überdreht und fällt ins Hohlkreuz. Auch Radfahren fördert nur dann Ihre Rückengesundheit, wenn Sitzhöhe, Sattelposition und Lenkerhöhe richtig eingestellt sind. 

Den vollständigen Beitrag finden Sie in Ausgabe 1/2020

 
Weitere Aspekte:
  • Aktiv sein trotz Sitzen
  • Wirbelsäulentraining – ein belebender Start in den Tag
  • Übungen für Zwischendurch
  • Seele gut – Rücken gut
 

Foto: AndreyPopov/iStock.com

Tags: ausgabe120
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