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Biophotonen – das Licht in unseren Zellen

Fritz-Albert Popp (1938–2018) ist der ganz große Durchbruch zwar nicht gelungen, aber zweifellos gehört der Biophysiker zu den wichtigsten Forschern auf dem Gebiet der Biophotonen. Die Theorie der Biophotonen geht auf den russischen Biologen Alexander Gurwitsch zurück, der 1930 nach Experimenten mit Pflanzen eine erste Theorie zur schwachen Lichtstrahlung lebender Zellen entwickelte.

Popp begeisterte sich für dieses Thema und arbeitete mehrere Jahre daran, die Zusammenhänge zwischen Licht, Nahrungsmitteln und Gesundheit zu beweisen. Seine Theorie: Je natürlicher Lebensmittel angebaut, geerntet und verzehrt werden, desto mehr Sonnenlichtenergie entwickeln sie. Das bedeutet, dass sie unsere Zellen sehr viel besser stärken als verarbeitete Lebensmittel. Was Popp zur Entstehung der Biophotonen zu sagen hatte, ist in der Wissenschaftsgemeinde ebenso umstritten wie seine These, es gebe ein auf Licht basierendes zelluläres Informationssystem. Einige Kollegen bezeichnen ihn als hochkompetenten Wissenschaftler und „Pionier“ der Forschung, andere attackieren seine Erkenntnisse als „Esoterik“.

Nun gibt es aus einem anderen Forschungsfeld neue Erkenntnisse, wie Licht unsere Gesundheit beeinflusst. Die noch junge „Photopharmakologie“ beschäftigt sich damit, Medikamente im menschlichen Körper gezielt mit Hilfe von Licht zu aktivieren. Im Mai 2020 wurde gemeldet, dass es einem Wissenschaftlerteam aus Jena, München und New York erstmals gelungen sei, mit Licht einen Bestandteil von Zellen zu steuern, der bisher als unerreichbar galt. Bereits 2014 konnten Forscher der Universität Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) vermelden, dass es möglich sei, mittels einer neuen Methode Prozesse in lebenden Zellen über Lichtsignale zu steuern.

Ein wissenschaftlicher Beweis für die Wechselwirkung zwischen dem „Licht von Lebensmitteln“ und unseren Zellen ist damit zwar noch nicht erreicht. Es wäre aber notwendig, diese Frage im Interesse unserer Gesundheit neu aufzugreifen. Schätzungen zufolge werden 2050 mehr als neun Milliarden Menschen auf der Erde leben. Entsprechend wird der Bedarf an Lebensmitteln wachsen. In der Wissenschaft gibt es Tendenzen, diese Herausforderung mit sogenannter vertikaler Landwirtschaft oder mit „Indoor Farming“ zu lösen – mit einer Lebensmittelproduktion also, die ganz ohne oder mit sehr wenig Sonnenlicht auskommt. Das mag gut sein für eine Landwirtschaft, die auf Menge ausgerichtet ist und unabhängig von Witterungseinflüssen produzieren will. Aber ist dies auch gut für unsere Gesundheit? Zweifel sind angebracht, ganz unabhängig von der wissenschaftlichen Akzeptanz der Biophotonenforschung. 

Diesen Beitrag finden Sie in Ausgabe 2/2021

 


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