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Wenn Muskeln ständig schmerzen

Prostock-Studio/iStock.com

Ein Muskelkater kann richtig wehtun, verschwindet aber zeitnah wieder. Menschen mit einem myofaszialen Schmerzsyndrom hingegen werden die
Beschwerden kaum mehr los. Neue Behandlungswege machen Hoffnung.

Die Handballen pflügen im Schneckentempo durch das Bindegewebe ihrer Patientin. Ungefähr einen Zentimeter pro Sekunde legt die Physiotherapeutin Christa Maria Lücke dabei zurück, immer bemüht, auf jede Stelle möglichst gleichmäßig Druck auszuüben. Sie spürt genau, wo das Gewebe verhärtet und wo es elastisch ist. Wenn es an einer Stelle nachgibt, fühlt es sich für sie so an, als ob steinharte Butter weich werde. So reagiert das Bindegewebe auf die sanfte und stetige Stimulation und „verflüssigt“ sich, wie Therapeuten das nennen. Lückes Patientin hat rechtsseitig starke Schmerzen im Knie, der Hüfte, im unteren Rücken und im Oberschenkel. Von der regelmäßigen Behandlung im Rahmen der myofaszialen Therapie verspricht sie sich, dass die Schmerzen zurückgehen und die Blockaden im Darmbein- und Hüftgelenk sich endlich wieder lösen.

Vor fünf Jahren spürte sie erstmals die Schmerzen im rechten Knie und eine Verhärtung im Oberschenkel. Inzwischen wandert der Schmerz hin und her, mal hat sie stärkere Beschwerden in Knie und Oberschenkel, mal zieht es in der Hüfte. Die Patientin kann sich zuweilen kaum bewegen. Die Ursache konnten Ärzte bisher nicht finden. Weder war auf dem Röntgenbild eine Arthrose im Hüftgelenk zu erkennen, noch bestätigte eine Blutunter­suchung den Verdacht auf Rheuma. Vermutlich leidet die 56-Jährige am myofaszialen Schmerzsyndrom.

Das Muskelgewebe als Quelle funktio­neller peinvoller Beschwerden ziehen viele Orthopäden nicht in Betracht; sie konzentrieren sich in erster Linie auf strukturbedingte Erkrankungen – vom Bandscheibenvorfall über Skoliose und Osteoporose bis zur Arthrose. Dabei ist mittlerweile gut erforscht, welche wichtige Bedeutung das Bindegewebe für die reibungslose Funktion der Muskeln hat. Beide zusammen, der Muskel (griechisch mys) und die Faszie, bilden nämlich eine Einheit. Das eine funktioniert nicht ohne das andere. Die Faszie ist das zarte Band, das jede einzelne Muskelfaser umhüllt und mit der benachbarten Muskelfaser verbindet. Jedes Faserbündel ist ebenfalls von einer Myofaszie umhüllt (siehe Kasten auf Seite 36). Hauchdünne elastische Faszien sorgen dafür, dass die Muskelfaser wie ein Schlittschuh auf dem Eis hin- und hergleiten kann. Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe 4/2020

Weitere Aspekte in diesem Beitrag

  • Die Entstehung des myofaszialen Syndroms
  • Muskelschmerzen müssen vorsichtig behandelt werden
  • Faszien zu neuen Leben erwecken
  • So lockern Sie Ihre Faszien - Übungen





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